Porträt von Kaiserin Elisabeth von Österreich (Sisi) mit den berühmten Diamantsternen im Haar, gemalt von Franz Xaver Winterhalter im Jahr 1865.

Ms. Meeple unterwegs auf den Spuren von Sisi - von Possenhofen bis Meran

Kaiserin Elisabeth, besser bekannt als Sisi, verbrachte ihre glücklichsten Jugendjahre am Starnberger See. Begleite Ms. Meeple auf den Spuren der berühmten Kaiserin - von Possenhofen und der Roseninsel bis nach Meran. Ein Ausflug zu den wichtigsten Orten im Leben einer außergewöhnlichen Frau und den Motiven unseres Elisabeth-Memospiels.

Kaum eine historische Persönlichkeit fasziniert bis heute so sehr wie Kaiserin Elisabeth von Österreich und Ungarn. Die meisten kennen sie unter ihrem Spitznamen Sisi – nicht zuletzt durch die berühmten Filme mit Romy Schneider. Doch hinter dem Mythos verbarg sich weit mehr als die schöne Kaiserin aus dem Märchenfilm.

Elisabeth liebte die Freiheit, die Natur und das Reisen. Ihr Leben führte sie von Bayern über Wien und Budapest bis nach Italien, Griechenland und in die Schweiz. Viele dieser Orte sind heute Teil der Sisi-Straße, einer Kulturroute, die an die wichtigsten Stationen ihres bewegten Lebens erinnert.

Für unser Memospiel „Elisabeth“ haben wir die schönsten und bedeutendsten Orte entlang dieser Route ausgewählt. Einige davon konnte sogar unser Maskottchen Ms. Meeple persönlich besuchen.

Die glückliche Kindheit am Starnberger See

Obwohl Elisabeth am 24. Dezember 1837 in München geboren wurde, verbindet man ihre Kindheit vor allem mit einem Ort: Schloss Possenhofen am Starnberger See.

Hier verbrachte sie einen großen Teil ihrer Jugend. Anders als viele Prinzessinnen ihrer Zeit wuchs sie vergleichsweise ungezwungen auf. Gemeinsam mit ihren Geschwistern erkundete sie die Wälder, Wiesen und Ufer des Sees, ging spazieren, ritt aus und verbrachte möglichst viel Zeit in der Natur.

Diese Freiheit prägte sie ihr ganzes Leben. Viele Historiker vermuten, dass ihr die strengen Regeln und Zwänge des Wiener Hofes später auch deshalb so schwerfielen, weil sie ihre Jugend am Starnberger See ganz anders erlebt hatte.

Das Kaiserin Elisabeth Museum in Possenhofen

Wer heute auf den Spuren von Sisi unterwegs ist, kommt an Possenhofen kaum vorbei. Besonders spannend für Elisabeth-Fans ist das Kaiserin Elisabeth Museum, das sich direkt im historischen Bahnhof Possenhofen befindet.

Der Bahnhof spielte bereits zu Lebzeiten der Kaiserin eine wichtige Rolle. Von hier aus begann für Elisabeth oft die Reise zwischen ihrer geliebten Heimat am Starnberger See und ihrem Leben am Wiener Hof. Heute erinnert das Museum mit zahlreichen Exponaten, Fotografien, Dokumenten und persönlichen Gegenständen an ihre Kindheit und ihr späteres Leben als Kaiserin.

Besonders interessant ist der Fokus auf die bayerischen Wurzeln Elisabeths. Während viele Ausstellungen vor allem die berühmte Kaiserin zeigen, erfährt man hier viel über das junge Mädchen „Sisi“, das am Starnberger See aufwuchs, durch die Wälder streifte, am Seeufer spielte und die Freiheit der Natur liebte.

Gemeinsam mit dem nahegelegenen Schloss Possenhofen, der Roseninsel und den zahlreichen Denkmälern rund um den Starnberger See gehört das Museum heute zu den wichtigsten Erinnerungsorten an Elisabeth in Bayern. Die Roseninsel war dabei auch ein besonderer Rückzugsort für Elisabeth und ihren Cousin König Ludwig II.: Hier trafen sich die beiden oft ungestört und pflegten eine enge, lebenslange Freundschaft – eine Verbindung, die bis zu Ludwigs mysteriösem Tod im Starnberger See im Jahr 1886 bestehen blieb.

Ein besonderer Ort der Erinnerung

Nur wenige Minuten von Schloss Possenhofen entfernt befindet sich heute das Hotel Kaiserin Elisabeth in Feldafing. Im Park des Hotels erinnert ein Denkmal an die berühmte Kaiserin.

Auch Ms. Meeple hat dort einen Zwischenstopp eingelegt. Das Denkmal gehört zu den vielen Erinnerungsorten rund um den Starnberger See, die zeigen, wie eng die Region bis heute mit Elisabeth verbunden ist.



Schloss Possenhofen ist auch ein Motiv in unserem Memospiel "Starnberger See" sowie dem Puzzle "Starnberger See"


Von Possenhofen nach Wien

Im Jahr 1854 heiratete die erst 16-jährige Elisabeth ihren Cousin Kaiser Franz Joseph I. von Österreich und wurde zur Kaiserin.

Mit der Hochzeit begann ein völlig neuer Lebensabschnitt. Aus dem naturverbundenen Mädchen vom Starnberger See wurde eine der bekanntesten Frauen Europas. Doch das Leben am Wiener Hof entsprach nur selten ihren Vorstellungen.

Die strengen Regeln, das höfische Zeremoniell und die ständige öffentliche Aufmerksamkeit belasteten sie zunehmend. Während Franz Joseph seine Rolle als Herrscher ausfüllte, suchte Elisabeth immer wieder nach Möglichkeiten, dem Hofleben zu entfliehen.


 

Eine Kaiserin auf Reisen

Elisabeth wurde zu einer der reisefreudigsten Monarchinnen ihrer Zeit. Sie verbrachte oft Monate oder sogar Jahre außerhalb Wiens und besuchte zahlreiche Orte innerhalb und außerhalb der Monarchie.

Zu den wichtigsten Stationen ihres Lebens außerhalb Wiens gehörten:

  • Schloss Gödöllö in Ungarn
  • Bad Ischl im Salzkammergut
  • Korfu mit dem Achilleion-Palast
  • Triest an der Adria
  • Meran in Südtirol
  • Genf in der Schweiz

Diese Orte spiegeln nicht nur ihre Biografie wider, sondern auch die beeindruckende Vielfalt der ehemaligen österreichisch-ungarischen Monarchie.



Motive aus dem Memospiel "Elisabeth - auf den Spuren von Kaiserin Sisi"


Meran - Sisis Sehnsuchtsort im Süden

Einer der Orte, mit denen Elisabeth besonders eng verbunden wird, ist Meran in Südtirol.

Im Jahr 1870 reiste sie mit ihrer Tochter Marie Valerie nach Meran. Das milde Klima sollte der Gesundheit ihrer Familie zugutekommen. Die Kaiserin fühlte sich dort so wohl, dass sie mehrfach zurückkehrte.

Damals war Meran noch kein international bekannter Kurort. Elisabeths Aufenthalte machten die Stadt jedoch in ganz Europa bekannt. Zahlreiche Adelige und wohlhabende Reisende folgten ihrem Beispiel und trugen dazu bei, dass sich Meran zu einem der beliebtesten Kurorte der Alpen entwickelte.

Schloss Trauttmansdorff und die Gärten der Kaiserin

Heute erinnert vor allem Schloss Trauttmansdorff an die Aufenthalte der Kaiserin.

Die berühmten Gärten von Schloss Trauttmansdorff zählen zu den schönsten Gartenanlagen Europas und beherbergen auch ein Denkmal für Elisabeth. Zwischen mediterranen Pflanzen, exotischen Bäumen und spektakulären Ausblicken auf die Berge wird nachvollziehbar, warum sich die Kaiserin hier so wohlgefühlt haben muss.

Natürlich durfte auch Ms. Meeple diesen besonderen Ort besuchen.

 

Warum Sisi bis heute fasziniert

Mehr als 125 Jahre nach ihrem Tod begeistert Kaiserin Elisabeth noch immer Menschen auf der ganzen Welt. Vielleicht liegt das daran, dass sie viele Gegensätze in sich vereinte: Sie war Kaiserin und zugleich Freiheitsliebende, Mittelpunkt der Öffentlichkeit und gleichzeitig auf der Suche nach Rückzug und Unabhängigkeit.

Ihre Geschichte führt zu prachtvollen Schlössern, beeindruckenden Landschaften und geschichtsträchtigen Orten – vom Starnberger See über Wien und Budapest bis nach Meran und Korfu.

Genau diese Vielfalt macht auch unser Memospiel „Elisabeth“ so besonders. Beim Spielen entdeckt man nicht nur faszinierende Bildpaare, sondern begibt sich zugleich auf eine Reise entlang der wichtigsten Stationen im Leben einer der bekanntesten Frauen Europas. 

Auf den Spuren von Kaiserin Elisabeth

36 Bildpaare, historische Orte und faszinierende Einblicke in das Leben von Sisi. Entdecke unser Memospiel „Elisabeth“und begleite die Kaiserin auf ihrer Reise durch Europa.

Blick über den Starnberger See auf die Alpen