Manche Tiernamen kennt jedes Kind. Andere klingen so seltsam, dass man sie sofort noch einmal lesen möchte: Dikdik, Dugong, Sifaka, Blütenmantis oder Araripe-Helmpipra – gibt es die wirklich?
Ja. Und oft sind nicht nur die Namen außergewöhnlich, sondern auch die Tiere dahinter. Manche fallen sogar eher durch ihr Aussehen als durch ihren Namen aus dem Rahmen. Alle diese Tiere finden sich unter den 192 Fotomotiven von „Lieblingsmotiv – Tiere & Natur“. Weil jedes Motiv mit Namen bezeichnet ist, begegnet man beim Spielen immer wieder Tieren, die man vorher vielleicht nie bewusst wahrgenommen hat.
Dikdik – eine Antilope im Miniaturformat
Das Dikdik ist eine kleine afrikanische Antilope mit großen Augen, zierlichen Beinen und einer deutlich verlängerten Schnauze. Seinen Namen verdankt es vermutlich einem Warnlaut, den die Tiere bei Gefahr ausstoßen.
Wer ein Dikdik zum ersten Mal sieht, könnte es für ein besonders kleines Reh halten. Tatsächlich gehört es aber zu den Antilopen.
Motive aus dem Foto-Ratespiel "Lieblingsmotiv"
Dugong – die Seekuh mit dem Meerjungfrauen-Namen
Der Dugong gehört zu den Seekühen und lebt in warmen Küstengewässern des Indischen und Pazifischen Ozeans. Er ernährt sich überwiegend von Seegras und verbringt viel Zeit damit, den Meeresboden nach Nahrung abzusuchen.
Sein Name stammt vom malaiischen Wort „duyung“, das auch für Meerjungfrau steht. Von seinen nahen Verwandten, den Manatis, unterscheidet er sich durch den Schwanz: Beim Dugong ist er zweigeteilt wie bei einem Delfin, beim Manati dagegen rund wie ein Paddel.
Sifaka – ein Lemur auf Sprungfedern
Der Sifaka gehört zu den Lemuren und lebt ausschließlich auf Madagaskar. Besonders bemerkenswert ist seine Fortbewegung: In den Bäumen bewegt er sich mit weiten Sprüngen von Ast zu Ast.
Am Boden wird es noch kurioser. Dort bewegt sich der Sifaka mit großen seitlichen Sprüngen vorwärts – ein Anblick, den man kaum wieder vergisst.
Auch sein Name soll auf einen charakteristischen Ruf zurückgehen, der ungefähr wie „shi-fak“ klingt.
Imperator-Kaiserfisch – ein Kaiser mit zwei Gesichtern
Der Imperator-Kaiserfisch lebt an Korallenriffen im Indischen und Pazifischen Ozean und im Roten Meer. Sein Name passt: Mit seinen leuchtend blau-gelben Längsstreifen und der dunklen Maske über den Augen wirkt er tatsächlich ein wenig majestätisch.
Überraschend ist, wie anders die Jungfische aussehen. Sie sind tiefblau und mit weißen Ringen gezeichnet, fast wie ein Muster aus Kreisen. Der Unterschied ist so groß, dass Jungtiere und erwachsene Fische lange für zwei verschiedene Arten gehalten wurden. Erst mit dem Heranwachsen verwandelt sich der Ringfisch in den gestreiften Kaiser.

Motive aus dem Foto-Ratespiel "Lieblingsmotiv"
Przewalski-Pferd – leichter zu erkennen als auszusprechen
Beim Przewalski-Pferd ist schon der Name eine kleine Herausforderung. Benannt wurde es nach dem russischen Forschungsreisenden Nikolai Przewalski.
Typisch sind der kräftige Körper, die kurze aufrecht stehende Mähne und die meist sandfarbene Fellfarbe. Das Przewalski-Pferd gilt als letzte heute lebende Wildpferdform.
Araripe-Helmpipra – ein Name, den man nicht jeden Tag hört
Die Araripe-Helmpipra ist ein kleiner Vogel aus dem Nordosten Brasiliens. Beim Männchen fallen sofort die Farben ins Auge: weißes Gefieder, schwarze Flügel und ein leuchtend roter Kopfschmuck, der fast wie ein kleiner Helm wirkt.
Entdeckt wurde die Art erst 1996. Sie lebt nur in einem winzigen Gebiet an den Hängen der Chapada do Araripe, einer Hochebene, der sie auch ihren Namen verdankt. Die Art ist vom Aussterben bedroht. Ein Name also, den man sich wirklich merken sollte.
Blütenmantis – Tarnung mit Überraschungseffekt
Die Blütenmantis gehört zu den Fangschrecken. Viele Blütenmantiden sind so gefärbt, dass sie zwischen Blüten kaum auffallen, und lauern dort gut getarnt auf Insekten.
Wird sie selbst bedroht, zeigt sie eine ganz andere Seite. Sie richtet sich auf und spreizt die Flügel. Auf den Vorderflügeln erscheint dann ein großer Augenfleck, darunter leuchten pinkfarbene Hinterflügel. Das plötzliche „Auge“ soll Angreifer erschrecken und verschafft ihr wertvolle Sekunden zur Flucht.
Wenn aus einem Bild plötzlich ein Name wird
Oft erkennen wir bei einem Tier zuerst Farben, Formen oder besondere Merkmale. Ein Name macht daraus etwas Konkretes: Aus der „kleinen Antilope“ wird ein Dikdik, aus dem tanzenden Lemuren ein Sifaka und aus der Fangschrecke mit dem Augenfleck eine Blütenmantis.
Deshalb tragen bei „Lieblingsmotiv – Tiere & Natur“ alle Fotomotive ihren Namen. Beim Spielen geht es zwar vor allem ums genaue Hinsehen, gezielte Fragen und cleveres Kombinieren. Ganz nebenbei lernt man dabei aber immer wieder neue Tiere, Pflanzen und Naturmotive kennen.
Und manchmal ist ausgerechnet der ungewöhnlichste Name derjenige, den man danach nicht mehr vergisst. Vom Dikdik bis zur Blütenmantis – 192 Motive warten in „Lieblingsmotiv – Tiere & Natur“ darauf, entdeckt und erraten zu werden:
Übrigens: Viele der Fotos kommen euch vielleicht bekannt vor. Sie stammen aus unseren Memospielen, etwa Farbenprächtig, Tierisch Lustig oder Einzigartig - Bedrohte Tierarten. Wer beim Raten ein neues Lieblingsmotiv gefunden hat, kann ihm dort also wiederbegegnen.
