Manchmal entstehen Spiele nicht nur, um zu unterhalten, sondern auch, um Wissen zu vermitteln und den Blick auf Dinge zu lenken, die uns im Alltag oft verborgen bleiben. Genau das war die Idee hinter unserem Memospiel Vogelwild. Umso mehr freuen wir uns, dass das Spiel 2024 mit dem Kinder- und Jugendmedienpreis für Natur- und Umweltschutz „Waiblinger Kiebitz“ ausgezeichnet wurde.
Diese besondere Ehrung bedeutet uns sehr viel, denn sie zeigt, dass Spiele nicht nur Spaß machen, sondern auch einen Beitrag zur Umweltbildung leisten können.
Die Idee hinter Vogelwild
Wer aufmerksam durch die Natur geht, hört sie oft, bevor er sie sieht: das Zwitschern der Meisen, den Gesang der Amsel oder das Klopfen eines Spechts. Viele heimische Vogelarten begleiten uns täglich, doch nur wenige Menschen kennen ihre Namen oder können sie sicher bestimmen.
Mit Vogelwild wollten wir genau das ändern.
Mit viel Liebe zum Detail haben wir für die 36 Bildpaare des Spiels die bisherigen Vögel des Jahres ausgewählt. Die hochwertigen Fotografien zeigen die erstaunliche Vielfalt unserer heimischen Vogelwelt – vom farbenprächtigen Eisvogel bis zum unscheinbaren, aber faszinierenden Kiebitz.
Beim Spielen werden nicht nur Gedächtnis und Konzentration trainiert. Ganz nebenbei lernt man auch zahlreiche Vogelarten kennen und entdeckt, wie vielfältig und schützenswert die Natur direkt vor unserer Haustür ist.
Was steckt hinter der Aktion „Vogel des Jahres“?
Seit 1971 küren der Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e.V. und der Naturschutzbund Deutschland jedes Jahr den Vogel des Jahres.
Ziel der Aktion ist es, auf bedrohte Vogelarten aufmerksam zu machen und gleichzeitig über die Gefährdung ihrer Lebensräume zu informieren. Viele der ausgezeichneten Arten leiden unter den Folgen intensiver Landwirtschaft, Flächenversiegelung oder dem Verlust naturnaher Lebensräume.
Die Aktion leistet seit Jahrzehnten einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz und hat dazu beigetragen, dass zahlreiche Vogelarten stärker in das öffentliche Bewusstsein gerückt sind.
Der Kiebitz – Vogel des Jahres 2024
Passenderweise trägt auch der Medienpreis den Namen des Vogels des Jahres 2024: Kiebitz.
Der Kiebitz zählt zu den charakteristischen Wiesenvögeln Europas und ist an seiner markanten Federhaube leicht zu erkennen. Früher war er auf Wiesen und Feldern vielerorts ein vertrauter Anblick. Heute gilt die Art leider als stark gefährdet.
Entwässerungen, intensive Landwirtschaft und der Verlust geeigneter Brutflächen haben dazu geführt, dass die Bestände dramatisch zurückgegangen sind. Allein zwischen 1980 und 2016 verringerte sich die Zahl der Kiebitze in Deutschland um rund 93 Prozent.
Der Kiebitz steht damit stellvertretend für viele Arten, deren Lebensräume zunehmend unter Druck geraten.
Spielen und Naturschutz – passt das zusammen?
Wir finden: Ja.
Spiele können Neugier wecken. Sie können dazu anregen, genauer hinzusehen, Fragen zu stellen und sich mit Themen zu beschäftigen, die man sonst vielleicht übersehen würde.
Vielleicht erkennt man nach einer Partie Vogelwild plötzlich den Stieglitz im eigenen Garten wieder. Vielleicht fällt bei einem Spaziergang auf, wie unterschiedlich Vogelstimmen klingen. Und vielleicht entsteht daraus sogar ein neues Interesse an der heimischen Natur.
Wenn ein Spiel dazu beiträgt, die Begeisterung für Tiere und Umwelt zu fördern, dann hat es bereits viel erreicht.
Ein großer Dank
Wir bedanken uns herzlich bei der Jury des Waiblinger Kiebitz für diese Auszeichnung. Die Ehrung gibt uns viel Motivation und Rückenwind für zukünftige Projekte und bestärkt uns darin, weiterhin Spiele zu entwickeln, die Wissen, Entdecken und Spielspaß miteinander verbinden.
Auszeichnung als Ansporn
Der Waiblinger Kiebitz ist für uns nicht nur eine Auszeichnung für ein einzelnes Spiel, sondern auch eine Bestätigung unserer Philosophie: Spiele dürfen unterhalten, neugierig machen und Wissen vermitteln.
Mit Vogelwild möchten wir die faszinierende Welt unserer heimischen Vögel sichtbar machen – und vielleicht den einen oder anderen dazu inspirieren, beim nächsten Spaziergang einmal genauer nach oben zu schauen.
